Es war einst das angesehenste Adelsgeschlecht seiner Zeit; volksnah,
tolerant und modern. Das Reich der Stauferfamilie reichte bis nach Sizilien und Jerusalem. Als der erst 14-jährige Konradin von Hohenstaufen sein legitimes Erbe antritt, stehen die Sterne zunächst noch günstig.
Seine rauhe Kindheit, die er nach dem Tod seines Vaters bei seinen Vormund Onkel Ludwig von Bayern verbringt, wird immer wieder von Schicksalsschlägen begleitet. All seine Ängste, seine Freude, seine innersten Gefühle und Empfindungen vertraut er dabei seinem Tagebuch an. Und trotz allem reift Konradin zu einem begabten und hochgebildeten Mann mit reinem Herzen und Gemüt.
Mit dem Willen zu herrschen und seinem Freund „Fredu“ Friedrich von Baden an der Seite tritt er entschlossen an, sein ihm zustehendes Reich Sizilien, welches ihm von Papst Clemens IV widerrechtlich aberkannt wurde, zurück zu erobern. Mit einem 3000 Mann starken Heer im Rücken gleicht sein Einzug in Rom, dank der Ghibellinen in Pisa, einem „Kinderspiel“. Als Kaiser zieht er gegen den unrechtmäßigen König von Sizilien, Karl von Anjou, in die Schlacht um Tagliacozzo. Konradins Truppen, werden durch eine gemeine List, vernichten geschlagen. Nach einem Scheinprozess lässt Karl von Anjou Konradin, zusammen mit seinem Freund Fredu, wie Verbrecher auf der Piazza del Mercato in Neapel öffentlich enthaupten und in ungeweihter Erde verscharren. Der letzte Stauferkönig ist gerade 16 Jahre alt.
Wiederaufnahme-Premiere am 21. Juni um 17 Uhr